Dienstag, 24. November 2009

Förster Bodo kommt ins Schwabenland

Nach einer besonderen Buchpräsentation anlässlich der Verleihungsurkunde der Region St. Ingbert-Bliesgau (Saarland) als Biosphärenreservat durch die UNESCO und erfolgreicher Lesereise in der Schweiz kommt der Erfolgsautor Bodo Marschall endlich ins Schwabenland nach Roßwälden.

Am 03. Dezember gibt es in der Grundschule Roßwälden ein mimisches Hörerlebnis, in dem das Buch „Der Zauberkristall“ kleinen und großen Zuhörern vorgestellt wird. Die Geschichte der kleinen Marie verspricht Spannung und Wissen für die ganze Familie und entführt Euch in die Wunderwelt Waldboden.

Also, nicht verpassen.
Wir freuen uns auf Euer Kommen!




Lesereise Zürich 2009

Mit dem Zauberkristall" nach Zürich


Die Bildungsdirektion Kanton Zürich lud mich in der Zeit vom 09.11 bis 13.11.2009 unter dem Motto „Literatur aus erster Hand“ zu einer Lesereise ein. Wies so schön heißt „der Berg ruft“ und ich folgte, klar!


Am Sonntag war Anreisetag. Klamotten, Beamer, Laptop, CD-Spieler, Bücher, Plakate, Flyer, Fotoapparat, Geschichten, Ideen, Erfahrungen … was man halt für eine Lesung so braucht, waren gepackt -Tradition und Moderne, zwei Welten treffen aufeinander. Und, wenn wir schon dabei sind: ich war sogar mit einem Navigationsgerät ausgerüstet. Bisher hatte ich solche Geräte als Orientierungs- und Instinktverblödungsinstrumente vehement abgelehnt … aber, wer weiß, was kommt, und schwer zu tragen sind sie auch nicht. Also hab ich diesen modernen Kompass eingepackt (d.h. genauer gesagt: ausgeliehen). Und siehe da, in Zürich … immerhin eine Weltstadt mit viiiieeelen Baustellen … da war ich auf einmal ganz schön froh, ein solches Teufelsgerät mein Eigen nennen zu dürfen. Find mal im Dunkel bei strömendem Regen, Großstadtverkehr, unendlich vielen Einbahnstrassen und Kreuzungen – die Strassenbahnen nicht zu vergessen – mitten im Zentrum ein Hotel! Ich glaube ich würde heute noch umherirren. So fand ich aber relativ stressfrei meine Bleibe und tags darauf die einzelnen Schulen. Und was besonders Wichtiges, ich war immer mit genügend Vorlauf an Ort und Stelle um meine diversen Gerätschaften aufzubauen (außer am Donnerstag, aber das später)



Zusammengefasst kann man sagen, dass das mit den Lesungen wunderbar klappte. Die Kombination von Notebook, Beamer und CD-Spieler kam prima an. Auf Breitwandformat den Springfußkobold in „Äktschen“ oder die Zangen eines Hundertfüßlers Haut nah zu sehen ist schon klasse. Die Rückkopplungen von Lehrern und Kindern waren sehr ermutigend, so weiter zu machen. Sogar noch bei den 6Klässlern in Winterthur. Dort gabs allerdings keinen Zauberkristall (das wäre denn doch zu viel des Guten). Deren Interesse richtete sich eher auf das Drumherum. Wie geht das mit dem Bücherschreiben? wie lange hats gedauert bis das Buch fertig war? wer hat die Bilder gemalt? ...



Vielleicht noch ne kleine Anekdote, verbunden mit einem herzlichen Dankeschön an Frau Rossel aus Oberdürnten. Nach etwa 45 min. gespannten Zuhörens waren die Kinder – Vorschule und 1. Klasse- doch etwas unruhig … sie wollten aber unter großem Jubel noch eine Geschichte hören (das ist Applaus ohne Applaus). Da schlug Frau Rossel vor, einige Lockerungsübungen zu machen und fragte mich, ob ich nichts im Repertoire hätte, z.B. etwas aus der Geschichte von Marie und dem Pit? … na klar!!!! Das isses!!! Dass ich da aber auch nicht früher drauf gekommen bin!!! Aus dem Regenwurm jjjjipppiiii, dem Schneidekäfer schnipp, schnapp, dem Fadenwurm wickel, wickel dem Heinzelmännchen quietsch, quietsch und dem Springfußkobold hops, hops, doing, doing kann man doch eine ganz tolle Performance machen, sich strecken, beugen, hüpfen, drehen (und ganz nebenbei den Zersetzungskreislauf nochmals spielerisch verinnerlichen). Und genau das taten wir, lautstark, schwungvoll und mit einem Strahlen in den Augen. Ein neuer Bestandteil in meiner Geschichte war geboren und wurde seit der Zeit viele Male mit Erfolg eingebaut. Da siehste mal: die Gesamtheit ist mehr als die Summe ihrer Einzelteile (Karl Gayer, weißer Forstmann). Also nochmals vielen Dank Frau Rossel.



Und jetzt noch einige Gedanken zum Thema BNE in der Schweiz:
Christoph und ich hatten ja auf Burg Breuberg (siehe letzter Eintrag) mein Bodenkonzept und unser Buch auf BNE Tauglichkeit hin überprüft und siehe da: 100 Punkte. Schön, aber das Rad wurde damit nicht neu erfunden … dachte ich zumindest! Aber bei den Schweizern hatte ich damit wohl Neuland betreten. Das Konzept war dort neu und unbekannt und dementsprechend das Interesse riesig. Es war toll, das eine oder andere Projekt vorstellen zu können. Gott sei Dank hatte ich einige Power- Point- Präsentationen auf dem Laptop und Gott sei Dank gibt es USB-Sticks. Das war fast wie Visitenkartentauschen. So war fruchtbarer Gedankenaustausch zwischen EU und NichtEU zwischen SaarForst und Zürich möglich. Soll mal einer sagen, Globalisierung wäre nur schlecht. Tja und scheinbar sind wir Förster im Saarland doch innovativer als wir glauben (ist ja auch eine wichtige Erkenntnis, oder?)



Am 11.11. hatte ich einen lesefreien Nachmittag (ansonsten ging es immer von morgens bis abends). Ich schlenderte durch einige alte Gässchen, schaute hier in ein Schaufenster, dort aufs bunte Treiben. Irgendwie zog es mich dann ins Züricher Großmünster, ein majestätisches 1.000 jähriges Gebäude … romanisch? gotisch? Egal! Ich trat ein. Das Innere der Kirche haute mich schier um, riesig hoch, mit monumentalen Kreuzgewölben, Stein pur ohne überladenes Glitzergold… überwältigend. Ich setzte mich hin und saugte die Ruhe und Besinnung in mich auf. Da sein und nichts tun, unvorstellbar! Plötzlich erklang die Kirchenorgel und irgendwer spielte ein Stück von Bach (nicht Tocata und Fuge, aber genau so ergreifend). Ich schloss die Augen und hatte das Gefühl in einer anderen Welt zu sein. Als danach noch eine Cellistin und ein Pianist ganz alleine ein modernes klassisches Stück spielten … und ich war das Publikum … wow, was soll ich da noch sagen? Ich schloss die Augen und hörte nur noch Musik in einem übergroßen steinernen Klangkörper.



Nach all dieser Stille holte mich dann aber doch sehr schnell wieder die Realität ein. Drinnen knurrte der Magen, draußen schäpperte die Guggemussik – klar, es war ja der 11.11.09 – Beginn der 5ten Jahreszeit. Ich ging zum Johanniter, vorbei an bunten Bands hinein in ein völlig überfülltes Restaurant. Dort bestellte ich mir meine tägliche Kalorienquelle, Röstis mit Geschnetzeltem in Kräuterbuttersauce (so lecker), 1 Bier (Durst) 1 Tempranillo (Gutschmeck). Die Leute um mich herum qualmten, was das Zeugs hält, und ne Gugge spielte „Muß i` denn zum Städtele hinaus“ nicht schön, aber voller Inbrunst. Ich trank noch nen Tempranillo, machte mir ein paar Notizen, trank noch einen Tempranillo und noch einen und ging dann in Kopf und Bauch schwer beladen ins Heiabettchen um mir die notwendige Mütze Schlaf zu holen. Denn der Wecker kannte morgens um kurz vor 6 einfach keine Gnade.



Tags darauf geschah dann doch das, was für mich immer ein Horrorszenarium war (nicht, dass ich morgens verschlafen hätte, nein, das war alles o.k.). Mittags auf dem Weg von einer Lesung zur anderen, sprich vom ländlichen Zweidlen zum urbanen Zürich, gab der Navi irgendwo zwischendrin den Geist auf. Da stand ich nun, mit ner nicht zuordenbaren Teilkarte, einem leeren Handy, einem völlig orientierungslosen Instinkt (wie ich es hasse, dieses Teufelszeugs und wie es abhängig macht. Wenn mich jemand gepiekst hätte, ich glaube ich wäre geplatzt) und einer viel zu großen Großstadt mit viel zu vielen Baustellen (ach, ja, das hatten wir ja schon). Frag mich nicht, wie ich ankam? Knapp zu spät, Schweiß gebadet und 50 neugierige 4Klässler, die mir beim Aufbauen genau zuschauten. Aber die Jungs und Mädels aus dem Schulhaus Untermoos waren ne klasse Klasse und fragten mir n` Loch in den Bauch.



Auf dem Rückweg zum Hotel hatte ich aber eine ortskundige Begleiterin dabei. Gudrun Baumann ist die „Kontaktperson für die Autorenschaft während des Aufenthaltes in Zürich“ … tolle Bezeichnung, was? Sie zeigte mir wo`s lang ging und anschließend tranken wir in ihrer Lieblingskneipe gemeinsam noch ein Feierabendtrunk. Als umtriebige „Ureinwohnerin“ klärte sie mich über interessante Interna aus Zürich auf. Witzig fand ich dabei den Begriff LVB als Abkürzung für „Lose Verbindung Barkante“ was soviel bedeutet wie: es gibt gewisse Lokalitäten, da kann Mann / Frau unangemeldet hinkommen und es gibt immer jemanden zum „sproche“ (das ist saarländisch).

Aber, gemach, gemach! Nicht dass jemand auf die Idee kommt, ich hätte in der Schweiz nur „dolce far niente“ oder wie das heißt gemacht. So eine Lesereise ist ganz schön anstrengend und abends um 20 Uhr war ich immer (fast J) auf meinem Hotelzimmer. Als ich dann freitags abends wieder in die Heimat fuhr, war ich ganz schön groggy aber gleichzeitig auch begeistert.

In diesem Sinne möchte ich mich nochmals für den herzlichen Empfang und die tolle Atmosphäre bedanken und einen herzlichen Gruß an alle schicken, die ich getroffen hab u.z. an den Kiga am Bach in Winterthur, und an die Schulen Langäcker in Henggart, Oberdürnten, Itschnach in Küsnach, Zweidlen, Untermoos in Zürich und Eichliacker in Winterthur.
Wie heißts so schön: man sieht sich bestimmt zweimal im Leben.



Dienstag, 3. November 2009

"Der Zauberkristall" im BNE Test

Vom 30. Okt.- 1. Nov. waren Christoph und ich auf Burg Breuberg. Dort gabs ein tolles Seminar zum Thema "Waldpädagogik im BNE Check" (ich war übrigens schon fast 15 mal dort und ein Seminar war besser als das andere!) Es wurde viel über den Begriff BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) debatiert und noch mehr im Wald praktisch gearbeitet.
Wichtig für mich war dabei die Bestätigung, dass es nicht so ist, dass wir Waldpädagogen eigentlich schon immer BNE gemacht hätten und dass BNE nur alter Wein in neuen Schläuchen sei! BNE ist viel umfassender, als die zugegebenermaßen originell verpackte waldpädagogische Wissensvermittlung, aber die Waldpädagogik kann einen wichtigen Beitrag leisten. Sie kann der eher abstrakten BNE Leben einhauchen, sie aus den theoretischen Hemnisphären runter auf den Boden der Tatsachen holen und sie mit einer Priese Spaß versehen – nach dem Motto, bei BNE darf auch gelacht werden – nicht mehr, aber auch nicht weniger. Soviel Philosophisches und jetzt was Praktisches:

Wir haben den Zauberkristall einem solchen BNE Check unterzogen. Natürlich nicht alleine die Geschichte, sondern das gesamte Bodenkonzept, das rund um die Geschichte gestrickt ist: die Bodenschichtungen untersuchen, mit Insektenstaubsauger und Becherlupe auf Krabbelsafari gehen, die "Viehcher" beobachten und zeichnen, anhand von Büchern ihre Lebensweise und Besonderheiten beschreiben, und alles das vor der Gruppe vorstellen (man kann noch viel mehr machen: eine Choreographie samt Bühnenbild erstellen, Theater spielen, Kostüme basteln ... aber das ist ein anderes Thema). Und was kam dabei heraus? Sowohl die Schlüsselkompetenzen (von Kommunikation über Motorik und Gestaltung bis hin zu Emotionalität, Sozialerfahrung und Respekt) im Großen als auch die gesamte Facette der Gestaltungskompetenz konnten abgedeckt werden. Ein toller Beweis, dass wir mit unserer Arbeit richtig liegen und eine starke Motivation so weiter zu machen!!!!!!!!


Und hier noch ein paar Bilder die zeigen, dass BNE auch lustig sein kann!







Dienstag, 27. Oktober 2009

Dies und das!

Vom 29.10 - 01.11.09 fahren Christoph und ich erstmals gemeinsam zu einer Waldpädveranstaltung mit dem Thema "BNE-Check Waldpädagogik" auf Burg Breuberg im Odenwald (ich bin seit über 10 Jahren fast regelmäßiger Teilnehmer ... klasse kann ich nur sagen!!!!!). Ihr werdet mal sehen, aus Christoph wird noch ein richtiger Waldprofi. Da sitzen dann viele Fachmänner und -frauen, alle Profis (Proföse???) und es blitzt und funkt, soviele Impulse werden da versprüht. Klar stellen wir da auch unser neues Buch vor. Bin mal gespannt wies aufgenommen wird?

Apropo "Aufgenommen". Ich kanns fast nicht glauben. Letztes Jahr, auf der Heimreise von Breuberg (lies Mal den Blogeintrag vom 11.01.09 durch) ist mir die jetzige Endfassung von "Der Zauberkristall" eingefallen, und was ist in dieser Zeit nicht alles passiert: Verlagsgründung, Buchentwurf mit allem Pipapo – und alles von uns Zweien gemacht ... ohne Kompromisse – Sponsoren überzeugt, ökol. Druckerei organisiert, Buch hoch offiziel präsentiert, Verkauf gestartet, Marketingmaschine angeworfen ...
Und justement heute haben wir... na...? das 1.000ste Buch verkauft. Also würde ich mal sagen, das Buch ist angenommen, oder? Und die ersten Lieferungen gingen auch schon in die Schweiz.

Übrigens "Schweiz". Da bin ich vom 09.-13. Nov. in und um Zürich mit insgesamt 15 Lesungen unterwegs (und nächstes Jahr wurde ich wieder nach St. Gallen eingeladen). Und dann hab ich im Saarland noch mindestens 10 Lesungen, in Schulen, auf Weihnachtsbasaren, in Buchhandlungen, Kindergärten, auch in Christophs Heimat sind wir im Dez. vor Ort. Eine bessere Plattform uns und unser Werk vorzustellen u.z. aus Überzeugung und mit Leidenschaft, kann man sich kaum vorstellen. Allerdings nehm ich an, dass am Jahresende meine Stimmbänder etwas "franselig" gesprochen sind ... schaun wa mal!

So, das war nochmals etwas von der Edaphon und Föbo Front ...
... und bis bald!

Donnerstag, 3. September 2009

Förster Bodo auf der BUGA 2009


Am kommenden Wochenende 05/06. Sept. ist Förster Bodo auf der Bundesgartenschau in Schwerin anzutreffen. Im Gepäck natürlich unser neues Buch "Der Zauberkristall". Treffpunkt ist der Stand der Biosphäre Bliesgau im Warmhaus im Küchengarten.

Weitere Infos findet Ihr direkt unter www.buga-2009.de

Es sind alle großen und kleinen Besucher herzlich eingeladen!


Donnerstag, 27. August 2009

Biosphärenfest Kirkel

Am letzten Sonntag war der Tag, auf den wir ein 3/4 Jahr intensiv hingearbeitet haben.
Die offizielle Veröffentlichung unseres Buches "Der Zauberkristall" im Rahmen des Biosphärenfestes in Kirkel. Nicht nur ein besonderer Tag für den Edaphon-Verlag sondern auch für die ganze Region Bliesgau, die feierlich ihre Ernennungsurkunde zum Biosphärenreservat durch die UNESCO entgegennehmen durfte.

So war für viel Spannung und Vielseitigkeit in offiziellem Rahmen, wie auch an den vielen Ständen der Aussteller gesorgt.

Wir, der Edaphon-Verlag, bedanken uns nochmals besonders beim Biosphärenzweckverband Bliesgau, dem Schirmherrn unseres Buches Herrn Stefan Mörsdorf (Minister für Umwelt, Saarland), dem Saarforst Landesbetrieb, den vielen großen und kleinen Gästen und nicht zuletzt Petrus für das sonnige Wetter.

Für alle die (nicht) da waren, hier ein paar Impressionen:



Stefan Mörsdorf, Minister für Umwelt Saarland (rechts)



Peter Müller, Ministerpräsident Saarland (Mitte)






Das neue Buch 2009

Hallo zusammen,


Juuppii, Juuhhuu, Endlich!!!!!
Nach viel Arbeit, Geduld, Höhen und Tiefen haben wir`s gepackt!
Hier ist das neuste FöBo-Buch und Erstlingswerk des Edaphon-Verlags.

Mit viel Spannung und Wissen für die ganze Familie.
Mehr Infos sowie eine direkte Bestellmöglichkeit findet Ihr unter www.edaphon-verlag.de

Na dann viel Spaß
beim Hören und Staunen,
beim Lesen und Lernen,
beim Fragen und Antworten!